Die Geschichte der Mittleren Adria

Storia-riminiDie Romagna. Von den Umbrern zum Papststaat
Die Adriaküste der Romagna ist nur ein Teil der Romagna, die Region besitzt auch eine wunderschöne Hügellandschaft mit unzähligen Schlössern und Burgen.
Die Geschichte der Romagna reicht weit zurück, es gibt bereits Funde aus der Altsteinzeit, aber erst um 350 v. Chr. spricht man von den ersten Ansiedlungen der Umbrer und der Kelten. Vor allem der keltische Stamm Senoni ließ sich am gesamten Küstenstreifen und im Hinterland der Romagna bis zu den Marken nieder.

Durch das unerbittliche Vorrücken der Römer wurden die Kelten 295 v. Chr. überwältigt. Die wichtigsten Städte der Romagna wurden zu jener Zeit von den Römern gegründet: Ariminum und Forum Livii (Rimini und Forlì) sind nur einige Beispiele dafür.
Ansiedlungen in Ravenna entstanden während der gallischen Invasionen seit dem 6. Jahrhundert v. Chr.. Das gesamte Gebiet unterlag den ständigen Invasionen und die Einwohner erhielten immer mehr römische Gesetze und Traditionen. Deshalb bezeichnete man die Region zuerst als “Romània” und anschließend als Romagna.

Die Langobarden versuchten etwa 200 Jahre auch die Gegend um Ravenna zu unterwerfen, jedoch erfolglos. Die Region wurde dann im Jahr 755 unter den Namen “Romagna” dem Papsttum übergeben.
 
Das Entstehen der Adriaküste der Romagna.
Unter dem Papststaat wurde auch im Jahr 1843 der erste Badestrand an der Adriaküste der Romanga, in Rimini, eröffnet. Die Grenzen bildeten die Mündung des Reno-Flusses und das Vorgebirge San Bartolo, aber vor allem entwickelte das Stadtviertel von Rimini “Marina di Rimini” mit dem Bau der ersten Privatvillen und mit der Errichtung des Kursaal Hotels mit seinem Badestrand für Hydrotherapie seine Berufung zum Badetourismus.

Im Jahr 1911 entstand auch in Cervia der erste Badestrand und nördlich der Stadt entstand auch ein kleines Wohngebiet, das den Namen Milano Marittima trug.
Riccione, heute einer der berühmtesten Badeorte an der italienischen Adria, entwickelte sich in den 30er Jahren zum Badeort. Es entstanden die ersten Hotels, Pensionen und kleine Apartmenthäuser. Genau zu jener Zeit sprach man aufgrund des Massentourismus an der Adriaküste der Romagna vom “Boom”.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Riccione und Milano Marittima viele weitere Badeorte und ab den 50er Jahren gab es dann auch am Strand ausgestattete Bereiche für die Badetouristen. Rimini und Milano Marittima waren in Europa die Badeorte schlechthin.
 
Rimini und die Adria der Romagna wurden in den 60er Jahren zum beliebtesten Urlaubsziel der Deutschen. Dieses “Goldene Zeitalter” wurde auch vom berühmten italienischen Filmregisseur Federico Rimini, der aus Rimini stammte, immer wieder in seinen zahlreichen Filmen gezeigt.

Zu jener Zeit entwickelten sich auch die nördlicheren Badeorte an der Adria der Romagna wie Ravenna mit seinen zahlreichen Lidi. Ravenna besitzt auch heute noch eine unberührte, wunderschöne und wilde Natur. Ein prächtiger Pinienwald trennt die Strände Ravennas von den Badeorten. Hier können Sie wunderschöne Landschaften und eine einzigartige Tierwelt erleben.
 
 

 

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